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Archäologische Stätten

TUKLJAČA

Die archäologische Stätte Tukljača befindet sich 1,5 Km westlich von Turanj, direkt am Meer, gegenüber der Insel Ričul, mit der sie einmal verbunden war. Nach einigen Angaben befand sich hier das Dorf Tukljačane. Nebst der Kirche Himmelfahrt der seligen Jungfrau Maria, die sich auf dem örtlichen Friedhof befindet, bezeugen die Existenz des Dorfes jedoch auch Mühlen, die den Großteil des Jahres überschwemmt, sich unter See befinden und sich nur bei sehr niedriger Ebbe auf dem Trockenen finden. Das Dorf wurde während des Zypernkrieges (1570-1573) verlassen, und die Bevölkerung siedelte das benachbarte Turanj an. Durch den Meeresspiegelanstieg fand sich das Dorf unter See, einzig die Pfarrkirche blieb erhalten. Im Meer, vor dem Standort sind zahlreiche Überreste sichtbar, von dem prähistorischen Wall, der das Festland und die umliegende Insel verband, des römischen Hafendamms und der Mühlen, bis hin zur Architektur, die sich in das Festland erstreckt.

DIE HÖHLE BUTA

Die Höhle Buta liegt in der Schlucht zwischen zwei Hängen, Felswänden und Klippen (156 m). Die Fläche unter der Buta, in Richtung Meer, heißt Höhlen draga. Der Eingang zur Höhle befindet sich unterhalb der getreppten Terrasse des kalksteinhaltigen Einschnitts. Buta befindet sich in 76 Meter Höhe. Laut den Einheimischen hat die Buta wohl wohlhabenden Hirten aus der Bukovica zum Unterschlupf für Rinder, Schafe bei Unwettern gedient. Bis zu den 60er Jahren hat sie den lokalen Hirten als Schutz vor Regen gedient. Bei Forschungen im Jahre 1957 wurden auf der Oberfläche und vor der Höhle kleine Keramikscherben römischen Ursprungs, sowie Fragmente mit Kanellierungen und Verzierungen in der Form von Wellen gefunden. Von Werkzeugen wurden Steinschaber gefunden, die vermutlich der Jungsteinzeit entstammen.

DIE SOMMERRESIDENZ DER FAMILIE DE SOPPE

Die Sommerresidenz der Familie de Soppe (heute Dorf Mandici) befindet sich am nördlichen Ufer der Insel Babac. Auf das Inselchen flohen Flüchtlinge von der Küste, die meisten aus dem Ort Turanj, vor den Überfällen der Türken. Ende des 15. Jahrhunderts befand sich auf der Insel eine wirtschaftlich sommerliche Siedlung (Sommerresidenz) im Besitz der Familie de Soppe. Diese wertvolle und noch erhaltene Sommerresidenz wurde mit der Zeit ein typisches Refugium, welches 30 Meter vom Meer entfernt ist. Die Wohnobjekte bilden eine Verteidigungsmauer mit Turm und in der Mitte erstreckt sich eine Straße. Heute ist der südwestliche Teil der Sommerresidenz mit Turm, der bis zum Turmkranz erhalten geblieben ist und einer etwas niedrigeren Festungsmauer, am besten erhalten. Auch der Eingang - das Festlandstor der Sommerresidenz mit eingemauertem Wappen der Familie de Soppe aus dem15./16. Jh. ist erhalten geblieben, wie auch ungefähr 10 Häuser und einige Tierstallruinen. Die Architektur dieser Bauwerke ist typisch adriatisch mit allen Charakteristiken der dalmatinisch volkstümlichen Architektur.

DIE FESTUNG IN TURANJ

Die Festung und die Ruinen der Mauern sind die einzig erhaltenen Teile des Befestigungsgefüges, das während des 15. Jh. in Turanj erbaut wurde. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts war der ganze Ort von Befestigungsmauern und drei Festungen umgeben. Heute ist nur eine Festung erhalten geblieben. Diese ist zudem auch die älteste und höchste Befestigungsanlage des Ortes und danach wurde der Ort auch benannt. Der Geschichte nach heißt sie "Burg des Adels Mestrović". Die Festung hat einen quadratischen Grundriss, ist um die 10 Meter hoch und wurde aus gemeißeltem Stein erbaut, der hauptsächlich gegliedert wurde in Reihen. Das heute sichtbare, einzige Eingangstor befindet sich im Erdgeschoss der Festung auf der Innenseite der Festungsmauer, an der südlichen Fassade. Ursprünglich hatte die Festung ein Erdgeschoss, zwei Stockwerke und eine Terrasse mit Turmkranz. Mit dem Ende der Kriegsgefahr wurde auf den Turmkranz das dritte Stockwerk gebaut. Das Bauwerk ist eines in der Reihe der venezianischen Befestigungsanlagen in dem Kanal von Zadar, die vor und während der Kriege gegen die Türken formiert wurden.

DVORINE - DIE ÜBERRESTE DER BURG VON ROGOVO

Der Ort Sv. Filip und Jakov (hll. Phillipus und Jakobus) entstand auf dem Fundament der mittelalterlichen Siedlung Rogovo. Die Siedlung Rogovo hatte ein kleineres Kastell oder eine kleinere Burg, deren Ruinen noch heute erhalten geblieben sind. An der Fahrbahn Sv. Filipi i Jakov - Sikovo befinden sich die Trümmer „Dvorine“ (volkstümlich „Kućare“ genannt). Der Grundriss des rechteeckigen Objekts beträgt 29 x 21 Meter und mit bis zu drei Meter hohe Mauern, die erhalten geblieben sind. Das Eingangstor befindet sich auf der Nordseite und im Inneren des Hofes befinden sich mehrere Trennmauern. Die Festung befindet sich auf einer Kreuzung damaliger mittelalterlicher Wege. Untersuchungen verbinden dieses Objekt mit dem Anbau der Kirche des St.Rochus in Rogovo. Nach der türkischen Eroberung Rogovos im 16. Jh. wurden Dvorine im Zypernkrieg zerstört und während des nächsten Jahrhunderts von den Osmanen für den Bedarf des Zolls und der Wache ausgebaut. Nach der Vertreibung der Türken aus Dalmatien, Ende des 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts, verliert dieses Bauwerk an Bedeutung und wird wahrscheinlich schon bald verlassen.