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Turanj

Turanj ist ein touristischer Ort, welcher mit der Promenade "Lungo mare" mit Sv. Filip i Jakov verbunden ist. Überhaupt die Nähe zu größeren Städten macht Turanj zu einem attraktiven Ort, der nah am Geschehen ist und doch weit genug von Lärm und Gedränge. Die Ortschaft erstreckt sich über 4 Km Küstenlinie, im Pasmankanal gelegen, umgeben von einem kleine Archipel mit 16 Inselchen.

Den Reiz gewinnt dieser Küsteabschnitt durch viele kleine Kaizungen, die die Sicherheit kleiner Boote liefern. Von der Küste aus hat man eine tolle Aussicht auf die einzig bewohnte Insel des Archipels, die Insel Babac, nur eine nautische Meile von Turanj entfernt.

GESCHICHTE

Turanj , lateinisch Toretta, hat seine Bezeichnung den Festungen (Türmen) zu verdanken, die gebaut wurden, um sich gegen die türkischen Angriffe zu verteidigen. Eine der Ortschaften, die von der Republik Venedig nach der Eroberung von Dalmatien geleitet wurden. Bis Mitte des letzten Jahrhunderts war der ganze Ort von einer Festungsmauer und drei Bastionen umgeben. Durch die Geschichte hindurch war der Ort in Besitz von Magnaten (Großgrundbesitzern) De Marchi , Meštrović, Ventura, später auch der Familie Benedetti, und als Pfarrei erstmals erwähnt im Jahre 1430. Im Ortszentrum befindet sich eine Kirche gewidmet der allerheiligsten Mutter vom Berge Karmel aus dem 15. Jahrhundert. Zur Ortschaft gehört auch die einzig bewohnte Insel des Archipels des Pasmankanals, die Insel Babac. Auf der Insel Babac, gegenüber von Turanj, befindet sich die St. Andreas Kirche aus dem 13. oder 14. Jahrhundert. Im Jahre 1874 wurde der erste Leuchtturm des Pasmankanal gebaut.

Im Jahre 1646 überfällt Ibrahim Pascha Turanj mit 3000 Soldaten, und so zünden die Venezianer den Ort zum zweiten Mal an, damit dieser nicht in die Hände der Türken gelangt. Die ursprünglichen Bewohner Turnanjs ziehen wegen der türkischen Verwüstung nach Pasman, Pag und Istrien, und Turanj siedeln, wie es der Kapitän Lorenzo Cocca aus Zadar (1581) angibt, Morlaren, die den Türken hinterher kamen, an. Oberhalb der Siedlung, befindet sich im Standort „Crni krug“ (schwarzer Kreis) ein Werk aus der Eisenzeit, daneben ist auch der archäologische Bereich Tukljača interessant. Auf den Ruinen der römischen Villa Rustica wurde eine Kirche gebaut. Die Inschrift des Tors gibt an, dass die Kirche im Jahre 849 erbaut wurde, als Stiftung des kroatischen Adels Mogorovic. Das war die Pfarrkirche des Ortes Tukljačane, welches während des Krieges um Kreta (17. Jahrhundert) verschwand.